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Gusto-Stückerl [Holz-Kurier Heft 19 vom 14.05.2010]
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 Gusto-Stückerl [Holz-Kurier Heft 19 vom 14.05.2010]
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Diagonale und bogenfolgende Profilierung möglich
Ein Profilieraggregat, mit dem man neue Wege beschreiten will, hat Linck im vergangenen Jahr als Prototyp auf der Ligna in Hannover vorgestellt. Nun ist eine Vorführanlage in Oberkirch/DE aufgebaut, die bereits Kunden aus aller Welt unter die Lupe genommen haben.
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Seit vielen Jahren ist Linck in Sachen Profiliertechnik etabliert und weltweiter Marktführer. Wir wollten wieder neue Wege beschreiten und eine richtungsweisende Technik vorgeben“, beschreibt DI Manfred Leopold, Vertriebs- und Marketingleiter. Bereits zur Ligna 2009 stellte Linck das neue Profilieraggregat VPM 450 vor (s. Link unten „Variantenreiche Neuvorstellung“). „Dieses Profilieraggregat wird die Sägelinie wesentlich verändern“, ist DI (FH) Hermann Groß, Konstruktionsleiter bei Linck, überzeugt. Er hat die VPM 450 federführend gemeinsam mit DI Robert Maier entwickelt. „In der VPM wurden sämtliche Anforderungen, die aus der Sägebranche an uns herangetragen wurden, umgesetzt“, heißt es bei Linck. „Die Säger wollten ein Werkzeug, das scharfkantige, ausrissfreie Ware erzeugt und somit eine hohe Schnittqualität garantiert.“
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Profilieraggregat VPM450 von Linck: für neue Linie und für Nachrüstung geeignet
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Neue Art des Profilierens Das Besondere des neuen Eckenfräsers VPM 450 ist die patentierte Werkzeugeinheit. Diese besteht aus einem Fräskopf mit einem integrierten und einem zusätzlichen Sägeblatt. Letzteres ist in derselben Ebene um 90° versetzt angeordnet. Durch die vorschneidenden Sägeblätter erhält die Ware eine glatte, kreissägengeschnittene Oberfläche, die frei von Hobelwellenschlag ist. „Die Hackmesser tauchen in die Aussparungen der Kreissägeblätter ein“, erläutert Groß. Der für die kämmende Anordnung der Werkzeuge erforderliche synchrone Lauf wird durch ein speziell entwickeltes, spielarmes Hochleistungsgetriebe erzielt. „Das gesamte Zerspanvolumen wird mit einem Werkzeug erreicht, was die beste Voraussetzung für optimale Hackschnitzelqualität ist. Kommaspäne werden mit dieser Technologie deutlich reduziert“, erzählt Groß. Linck hat sich diese Werkzeugtechnik in Europa und in vielen weiteren maßgeblichen Ländern patentieren lassen.
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Mit dem Profilieraggregat VPM/N 450 lässt sich auch ein diagonaler Schnitt durchführen - hohe Oberflächenqualität ist garantiert (kl. Bild)
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Synchroner Lauf der Werkzeuge: Das Hackmesser greift in die Aussparungen des Sägeblattes ein
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Sicherer Wechsel Für den Werkzeugwechsel lässt sich die Maschine soweit auseinanderfahren, dass sich auch zwei Bedienern genügend Platz bietet. Um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten, hat sich Linck ein „Schmankerl“ einfallen lassen: Die Holzauflage im Bereich der Werkzeuge wurde klappbar ausgeführt. Sie dient somit beim Werkzeugwechsel gleichzeitig als Arbeitsplattform. Der Mitarbeiter steht sicher auf einer ebenen Fläche. Die Werkzeuge verfügen über eine Zentralschraube. Dadurch ist der Einsatz eines Handling-System für den Werkzeugtausch möglich. „Wir bieten dafür einen eigens konstruierten Kran mit einem speziellen Schnellverschluss an. Dieser kann den gesamten Werkzeugkopf für einen bequemen Wechsel aufnehmen. Darüber hinaus werden die Werkzeugeinheiten durch Scheibenbremsen gegen Verdrehung gesichert“, erklärt der Kon¬struktionsleiter.
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Gute Zugänglichkeit zu den Aggregaten für den Werkzeugwechsel
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Robert Maier zeigt, dass für den Werkzeugwechsel Platz ist - und steht sicher auf dem Podest
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Für jede Anwendung Die VPM 450 verfügt über vier Motoren mit einer Leistung von je bis zu 132kW. „Die Größe ist von den Anforderungen des Anwenders abhängig“, führt Maier aus. „Das Aggregat lässt sich in sämtliche Anlagen vom Schwachholz bis in den Starkholzbereich integrieren. Wir können mit der VPM 450 alle bisherigen sowie auch die zukünftig zu erwartenden Leistungsanforderungen abdecken.“ Durch den Riemenantrieb ist eine Anpassung an jeden Einsatzfall möglich. Dieser dient zusätzlich der Schonung des Antriebsstranges. Geringe bewegte Massen begünstigen zudem hohe Verstellgeschwindigkeiten und sichern somit eine hohe Produktivität. Bei der Maschinenkonstruktion wurde besonders auf die Dichtheit geachtet. Alle Oberflächen sind plan, das heißt, es wurden sämtliche Deckel in die Maschinenwände eingelassen. Mit der guten Abdichtung verspricht Linck einen minimalen Staubaustritt. Zusätzlich kann eine Absaugung installiert werden.
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Kompakte Bauweise Das Aggregat kann sowohl in neue Einschnittlinien eingebaut als auch in bestehenden nachgerüstet werden. „Die Maschinen müssen kompakt bleiben, vor allem, wenn sie in vorhandene Linien integriert werden“, sagt Leopold. Die Abmessungen entsprechen denen der Vorgängermaschinen VPF und VP 34. Auch dadurch ist eine Nachrüstung in vorhandene Sägelinien ohne große Umbauten möglich.
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Die Scheibenbremse ermöglicht die Arretierung der Werkzeuge für den Wechsel
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Alle relevanten Hydraulik-Bauteile wurden außerhalb der Maschine angebracht
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Höchstmögliche Ausbeute mit einer Anlage „Der Rohstoff Holz wird immer wertvoller. Daher ist es für die Unternehmer wichtig, die höchstmögliche Ausbeute zu erzielen – auch bei gekrümmten oder stark abholzigen Stämmen“, betont Groß. Durch die Möglichkeit der 3D-Vermessung können auch immer komplexere Anforderungen erfüllt werden. Darum baut Linck die VPM 450 neben der Grundvariante in zwei weiteren Ausführungen: VPM/S und VPM/N. Bei der ersten Variante VPM/S lassen sich die Werkzeugeinheiten um eine senkrechte Achse schwenken. Dadurch sind sie für den bogenfolgenden Nachschnitt mit zwei Profilieraggregaten in einer Maschinengruppe geeignet. Bisher war dafür eine Aufteilung in zwei Maschinengruppen notwendig, was zu einer großen Baulänge der Anlage führte. Ein Diagonalschnitt ist mit der Ausführung VPM/N möglich. Die Werkzeugeinheiten werden dabei in Förderrichtung geneigt. Dadurch lassen sich Seitenbretter diagonal zur Holzauflage profilieren. Auf 1 m Holzlänge kann das vertikale Verstellmaß maximal ±26 mm betragen. Eine Besonderheit ist, dass sich linke und rechte Seite getrennt voneinander neigen lassen. Damit können auf beiden Holzseiten hinsichtlich der Lage am Stamm, der Neigung und Dimension unterschiedliche Seitenbretter erzeugt werden. Erforderlich ist dafür eine exakte Bahnsteuerung, die während der Bearbeitung die Werkzeugeinheiten nach Vorgaben aus Vorschub und Neigungswinkel nachführt. Selbst bei einem Anlagenstopp und -wiederanlauf darf im Holz kein Versatz erkennbar sein. Dies wurde beim Holzkurier-Besuch erfolgreich demonstriert. „Wir erreichen damit mindestens die Ausbeute einer optimierenden Besäumanlage – allerdings ist mit der VPM 450 die gesamte Ware in einem Durchlauf fertig“, erklärt Groß. „Dies ergibt auch Vorteile für die Messtechnik: Der Stamm ist im kontinuierlichen Längsdurchlauf genauer zu erfassen. Außerdem gibt es mehr Optimierungsmöglichkeiten, da das Rundholz im Ganzen betrachtet und berechnet wird. Der Besäumer erkennt nur noch die einzelnen Bretter als Resultat vorangegangener Bearbeitungsschritte.“
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Gelungene Konstruktion Mit den bisherigen Erfahrungen der Vorführanlage ist man bei Linck sehr zufrieden. Leopold ist überzeugt: „Mit dem Profilieraggregat VPM 450 und der damit verbundenen sehr guten Oberflächenqualität ist uns ein großer Wurf gelungen.“ Oder wie man in Österreich sagen würde: ein Gusto-Stückerl eben … MN ‹ |
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