
|
 |


|
|
>>
>>
>>
Neue Sägeanlage bei Decker (Le Bois International vom 09.01.2010)
|
|
|
 Neue Sägeanlage bei Decker (Le Bois International vom 09.01.2010)
|
|
REGION MEURTHE-ET-MOSELLE IN FRANKREICH
Neue Sägeanlage bei Decker
|
|
Seit 1948 in Bertrambois neben Sarrebourg ansässig (Meurthe-et-Moselle/FR), hat die Scierie Decker, spezialisiert in Tannen und Fichten, einen großen und bedeutenden Schritt mit einer Investition von 6 Millionen Euros gewagt. Das Herz der Anlage ist eine Maschine aus deutscher Herstellung: eine Hochleistungs-Sägeanlage von Linck mit einem Spaner VM 50 und einer Doppelwellenkreissäge CSMK 425.
|
|

|
Die neue Anlage ermöglicht stärkere Hölzer zu verarbeiten
|
|
Nach zwei Jahren Überlegungen ist es Manuel Decker, Geschäftsführer des Familienbetriebes, möglich, die neue Anlage seit Ende August laufen zu sehen. Mit dieser Investition kann er nun das Sägewerk zu den nationalen Marktführern für Nadelholzschnittware zählen. Man konnte auch damit gegen die Krise angehen, da diese in der Entwicklungsphase aufgetreten ist. „Wir möchten vor allem wettbewerbsfähig bleiben und das Wachstum unserer Firma fortsetzen“, unterstreicht der Verantwortliche. Der Betrieb hat Fördergelder von der Region erhalten (bis zu einer Höhe von 15 bis 20%) und ein auf 7 Jahren tilgbares Darlehen für den nicht eigenfinanzierten Teil bei der BPL, BNP und Oséo aufgenommen. Das Wachstum schreitet mit Riesenschritten voran. Innerhalb von zehn Jahren konnte Decker seine Produktion von 14.000 fm auf 40.000 fm pro Jahr erhöhen und mit der letzten Investition die geplante Jahresproduktion von 100.000 fm erzielen. „Die Lage ist im Moment schwierig, das Jahr 2009 war nicht gewinnträchtig. Die Förster verlangen eine Preissteigerung des Rohstoffes, aber wir sind nicht sicher, dass der Markt eine Anhebung der Schnittware akzeptieren wird“, berichtet Manuel Decker.
|
|

|
|
Manuel Decker, Geschäftsführer und Patrick Decker, stellvertretender Geschäftsführer
|
|
Stärkere Hölzer verarbeiten Die letzte Technik von Linck, das Spanersystem mit Kreissäge, ist seit Ende August betriebsbereit, aber bringt erst seit Ende 2009 100% Leistung nachdem 3 bis 4 Monate Inbetriebnahme nötig waren. „Wir können große Durchmesser mit einer automatischen Positionierung der Hölzer bearbeiten; eine 3D-Messvorrichtung ist dafür vorgesehen“, erklärt Manuel Decker. Aber die Investition in die neue Linck-Linie hat einen wichtigen Zweck: sie kann 50 fm/h verarbeiten, dies entspricht 800 fm/Tag Rohstoff mit einer Vorschubgeschwindigkeit von bis zu 100 m pro Minute. Diese neue Ausrüstung ermöglicht es Standard- sowie Listenprodukte mit einer strukturellen sowie visuellen Sägequalität in immer kürzerer Zeit anzubieten. „Dank diesem Werkzeug können wir den besonderen Bedürfnissen unserer Kunden entgegenkommen“, fügt Manuel Decker hinzu. „Bei der Produktion gewinnen wir Zeit, da das geschnittene und entrindete Holz zuerst in ein Spaner gefahren wird und erst danach die Doppelwellenkreissäge ins Spiel kommt. Wir können Hölzer mit größerem Durchmesser bearbeiten und eine schnelle Bedienung genügt, um kleine und große Rundhölzer bis zu einer Länge von 11,00 m in gleicher Weise zu sägen“. Parallel dazu liefert eine automatische Hochleistungs-Besäumanlage 60 Bretter in der Minute. Sie stammt von einer deutschen Firma (Moehringer) sowie der Förderer für Seitenware. Alle Bauhölzer bekommen das CE-Kennzeichen und Decker bietet auch andere Dienstleistungen, u.a. Holzbehandlung Klasse 2, das Hobeln, die Holzbehandlung Nimp 15, die Trocknung. Patrick Decker, der Cousin von Manuel Decker, ist speziell für den technischen Teil verantwortlich.
|
|
Alles wurde neu durchdacht Für die neue Anlage wurde die Aufteilung des Geländes komplett neu durchdacht, da die Firma ein neues Gebäude von 2.000 m² dafür bauen musste. Die Anlage wird mit zwei Heißlufttrocknern von Cathild von jeweils 200 m³ mit einer Trocknungsleistung von 15.000 m³/Jahr ergänzt. Die auf dem Rundholzplatz gelagerten Hölzer stammen aus den Vogesen, den belgischen und französischen Ardennen, den Departements Doubs und Jura sowie Deutschland. Das streng auserwählte Rohmaterial hat die PEFC-Zertifizierung. Insgesamt haben die Arbeiten 5 Monate gedauert. Außer der Errichtung des neuen Gebäudes für die Anlage musste das Sägewerk eine zweite Investition in Höhe von 400.000,00 Euros betätigen, um die Voraussetzungen der Drire (regionales Institut für Industrie, Entwicklung und Umwelt) und der Versicherungen in puncto Feuerbrand- und Grundwasserschutz zu erfüllen. Ein Tank von 500 Tonnen Wasser wurde eingerichtet. Für Manuel Decker „gibt diese Modernisierung die Entschlossenheit des Sägewerkes, welches so leistungsfähiger wurde, und dessen Zuversicht in die Zukunft an“. Von unserer Reporterin Jeannette Ferin |
|

Um die neue Linck-Technologie wurde ein Gebäude von 2.000 m² errichtet.
|
Die Sägeanlage Ende August, am Anfang der Inbetriebnahme
|
|
ZOOM Die Linck Sägeanlage: Technische Beschreibung Holzlänge: 3 – 11 m; Durchmesser: 12 - 65 cm; Holzarten: Kiefer, Tanne, Fichte. Einschnittkapazität: 100.000 fm/a (im Einschichtbetrieb) Vorschub: 30 – 100 m/min (frequenzgeregelt) Zuführung Stock voraus Stämme werden auf Rundholzplatz abgelängt, wurzelendreduziert und entrindet und anschließend direkt der Linck Sägelinie zugeführt 3D-Vermessung des Stammes, nach Übergabe der Messwerte errechnet Linck-Optimierung aus Messdaten und hinterlegten Aufträgen das optimale Schnittbild. Im Spanereinzug wird der Stamm anhand der berechneten Daten automatisch in die richtige Lage gedreht und der Maschinengruppe bestehend aus Profilspaner VM50, Sägeaggregat CSMK425 und Kappkreissäge KCK zugeführt. Profilspaner VM50 erzeugt zwei planparallele Flächen. Um eine bessere Ausbeute in der Seitenware zu erzielen, ist ein Spanersprung möglich. Das doppelwellige Sägeaggregat CSMK425-A3/B3 ist für eine Schnitthöhe bis maximal 425 mm ausgelegt. Es ist mit 6 servohydraulischen Achsen ausgestattet. Somit sind bis zu 7 variable Stiele möglich. Durch die kurzen Verstellzeiten ist die Maschine in der Lage, pro Stamm unterschiedliche Dimensionen zu produzieren. Die nachfolgende Kappsäge kappt die Seitenware auf marktübliche Längen. Model und Kanthölzer, die noch weiter aufgetrennt werden müssen, gehen in den Rundlauf. Dort werden über eine LINCKtronic V-Messung Form und Dimensionen der Hölzer ermittelt. Mit diesen Daten wird der Einschnitt reoptimiert. Die Kapazität der Anlage kann durch Einbau ein er Nachschnittkreissäge um ca. 50% erhöht werden.
|
|

|
|